Lohnverguss ist eine Auftragsarbeit, die deswegen nicht in der eigenen Firma erledigt wird, weil die Anschaffung einer derartigen Maschine sich für den Hersteller nicht lohnt. Sicher ist mit der Vergabe eines solchen Auftrages einiges an Aufwand und Kosten verbunden, doch ist dies alles immer noch günstiger, als die Maschine im Sondermaschinenbau anfertigen zu lassen.
Werden Aufträge zum Lohnverguss außer Haus gegeben, sind hier auch einige Speditionen involviert, die die Bauteile, die im eigenen Werk angefertigt werden, zur Firma, die den Verguss durchführt, bringen müssen. Laden des LKW und Ausladen der Bauteile sind also zwei weitere Arbeitsschritte, die in Punkto Kosten und Zeit einkalkuliert werden müssen. Ist der Verguss erledigt, beginnt dieses Procedere von vorne.
Erst, wenn die Bauteile fix und fertig aus dem Lohnverguss kommen, kann mit der eigentlichen Produktion der Geräte, in welche die Bauteile eingebaut werden, weiter gemacht werden. Im Lohnverguss gilt es also, Liefervereinbarungen strikt einzuhalten, ebenso wie man als Auftraggeber strikt die Logistik und den Produktionsablauf auf den Lohnverguss abstimmen muss.
Man könnte sicher eine eigene Maschine anschaffen, doch muss man hier einiges bedenken. Die Anfertigung einer Maschine, die den Verguss im eigenen Werk ermöglicht, kostet eine Menge Geld, nicht nur im Bezug auf die Herstellung, sondern auch in Punkto Wartung und Umstellung, wenn die Produktion abgeändert wird. Da heute die meisten elektrischen Geräte einer schnellen Modernisierung unterliegen, ist eine Anschaffung solcher Maschinen zumeist unwirtschaftlich; der Lohnverguss ist hier die bessere Lösung.
Bei guter Organisation und einer steten Zusammenarbeit spielt sich die Koordination zwischen eigener Produktion und Lohnverguss so gut ein, dass keine Engpässe entstehen oder gar die Produktion stillstehen müsste, weil noch Bauteile außer Haus sind.
